Foto: Goodyear
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Mit diesen Reifen sollen Autos auch seitwärts fahren können

Vor zwölf Jahren war das noch Science Fiction

Nachdem autonomes Fahren mittlerweile auch bei Serienfahrzeugen zu haben ist und in Norwegen bereits 18 Prozent aller neu zugelassenen Autos einen Elektroantrieb besitzen, ist vieles von dem, was vor kurzem in Bezug auf Autos noch als Science Fiction galt, bereits fast alltäglich geworden. Bisher nahezu unverändert blieben allein die Reifen. Doch dies soll sich bald ändern. Goodyear hat kürzlich auf dem Genfer Automobildsalon mit dem Eagle 360 das Konzept für kugelförmige Reifen vorgestellt. Gedacht ist er explizit für autonome Autos.

Wem das bereits vertraut vorkommt, der hat wahrscheinlich den Film „I Robot“ von 2004 mit Will Smith in der Hauptrolle gesehen, dessen Co-Star das futuristische Konzeptauto Audi RSQ war:

Audi RSQ (Foto: Audi)
Audi RSQ (Foto: Audi)

Mit dem Konzept des Eagle 360 von Goodyear kann wohl bald neben dem Auto-Pilot auch die Bereifung des Audi RSQ nicht mehr als Science Fiction gelten. Dass diese kugelförmigen Reifen nicht nur ästhetische Änderungen mit sich bringen, sondern ganz ganz handfeste Vorteile beim Einparken durch die Möglichkeit des Seitwärtsfahrens, zeigt Goodyear in einem Video (ab 2:45 min):

Getragen werden soll die Karosserie über den Reifen durch ein Magnetfeld, was zudem die Geräuschentwicklung reduziert und den Komfort für die Insassen erhöhen soll.

Angesichts des kühnen Entwurfs ist man schon kaum noch davon überrascht, dass Goodyear mitteilt, dass sich der Eagle 360 in einem 3D-Druckverfahren herstellen lässt.

Auch wenn Goodyear keinen konkreten Zeitpunkt dafür nennen wollte, wann der kugelförmige Reifen auf den Markt kommen wird, zeigt sich an ihm deutlich: Wir leben jetzt in einer Zeit, die vor kurzem noch als Science Fiction galt.